Menschen & Ziele

Mit dem Wohnprojekt „Ein Haus für Alle“ möchten wir eine Form des Zusammenlebens verwirklichen, die dem Alleinsein und der Einsamkeit entgegenwirkt.
Wir werden ein ein Haus bauen, in dem Menschen als Familie oder Single, alt oder jung, mit und ohne Behinderung unter einem Dach wohnen, füreinander da sind, sich umeinander kümmern.

 

Hier stellen sich einige von uns vor:

Michael und Petra

Ich bin von Anfang an bei dem Projekt dabei und konnte meine Frau von dem Konzept des Wohnprojekts überzeugen. Von Beruf bin ich Erzieher und Heilpädagoge und arbeite bei Gemeinsam e.V.. Mein Hobby ist die Computerei und die Erstellung von Webseiten. Meine Frau ist mit Leib und Seele Grundschullehrerin. An dem Projekt fasziniert uns das Leben in der Gemeinschaft. Über 20 Jahre unseres gemeinsamen Lebens haben wir in einem Kinderkleinstheim gelebt und gearbeitet. Das Leben im Kleinstheim stand unter der Prämisse der Lebensweltnähe. Das heißt ein Leben so nah an der Welt der gleichaltrigen Klassenkameraden und Kumpel wie möglich und nicht in der Anonymität eines großen Kinderheims. Seit 5 Jahren arbeite ich als Heilpädagoge mit Menschen mit besonderen Bedarfen. Es ist mein Wunsch in dem Wohnprojekt Teilhabe und Inklusion zu leben. Wir wollen zukünftig in Soest wohnen. Stadtnah, quasi fußläufig zum Alten Schlachthof und der Stadthalle, zu Kino und Kneipen, Läden und Bahnhof. Weiter hoffen wir, später nicht auf "Essen auf Rädern" angewiesen zu sein.

 

Heiner

"Ein Mensch ist Mensch durch andere Menschen" dieser Artikel im Stern aus dem Jahre 2007 bestärkte mich in meinem Gefühl, nicht allein leben zu wollen. Der Artikel berichtet über das Leben einer alleinstehenden Frau und über ihre Einsamkeit. Nun kann man sagen: "Ja, die Frau ist ja alleinstehend...". Aber, alleinstehend zu sein, muss kein Grund für ein Einsamkeitsgefühl sein, denn es lässt sich durch Aktivität beseitigen, z. B. in dem man sich an einem Wohnprojekt beteiligt oder es initiiert ;-). Abgesehen davon fühlen sich in unserer achso multikommunikativen Welt Menschen aus noch vielerlei anderer Gründe einsam.
Ich bin schon ein wenig herumgekommen, zunächst bin ich gut behütet in einem Dorf groß geworden. Dann war ich 5 Jahre im Internat, wo ich erleben durfte, was Gemeinschaft heißt. Für mein Studium der Wirtschaftswissenschaften wohnte ich 8 Jahre in einer Einzimmerwohnung in Wuppertal und nun, seit einigen Jahren in Lippstadt. Auf all meinen Stationen sowie beim Beobachten und Kennenlernen vieler Menschen wuchs in mir der Eindruck, dass die Einsamkeit eine sich ausbreitende schlechende Pest ist, die durch unser globales Wirtschaftssystem verursacht wird. Aber das ist ein weites Feld... Es ist letztendlich u. a. dieser Eindruck,  das Infiziertsein vom Gemeinschaftserlebnis im Internat und das Kennenlernen des Wohnprojektes meiner Freundin, die mich zum Wohnprojekt "Ein Haus für Alle" bewegt haben. Es ist die Lust am gemeinschaftlichem Fußball sehen, am gemeinschaftlichem Bestellen beim Bio-Produkte-Großhandel, am Leben anderer teilzuhaben usw.

Meine Daten:
Name:              Heinz-Werner Einhoff (Heiner)
Geb.:                16.03.1969
Behinderung:     Ja
Beruf:               Dipl. Ökonom
Tätigkeit:          Angestellter beim Kreis Soest und freiberufl. Berater
Familienstand:   Freundin vorhanden
Hobbies:           Rollstuhlhockey, Tanzen, Kino, Theater, Konzerte usw.

 

Simone

Da ich noch bei meinen Eltern wohne und mich eine solche Form des Zusammenlebens wie es bei „Ein Haus für Alle Soest“ geplant ist interessiert hat, bin ich von Anfang an bei diesem Projekt dabei.

Nach dem Handelsschulabschluss in Aachen, habe ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen und arbeite jetzt in diesem Beruf bei einem Maler in Warstein-Belecke.

Ich freue mich auf das zukünftige Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Name:            Simone Jäger
Geboren:        01.02.1978
Behinderung:        ja
Familienstand:    ledig
Hobbies        Kino, schwimmen, u. s. w.

 

Benedikt

In meinem neuen Zuhause soll es lebendig zugehen. Ich möchte mit meinen künftigen Nachbarn frühstücken, kochen, Bierchen trinken, grillen, Spiele spielen, Filmabende verbringen, diskutieren, Probleme lösen, einkaufen und weiß der Kuckuck nicht alles! Das Schöne ist ja, sollte ich auf all diese Dinge Mal keine Lust haben, kann ich mich problemlos in meine eigenen vier Wände zurück ziehen.

Mir ist bewusst, dass ich dazu neige, meine Meinung auf andere übertragen zu wollen. Dieser Eigenschaft werde ich den Kampf ansagen. Von meinen Mitbewohnern erwarte ich aber auch Toleranz. Jeder soll nach seiner Fasson leben können. Er sollte aber auch im Blick haben, dass er dies nicht auf Kosten anderer Hausbewohner tut.